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Ich folge der Farbe – sie führt mich, nicht umgekehrt.

Meine Malerei entsteht im Spannungsfeld zwischen Intuition, Bewegung und Stille. In einem vielschichtigen Prozess aus transparenten Überlagerungen entwickeln sich Farbräume, in denen sich die Grenzen zwischen Oberfläche und Tiefe auflösen.

In meiner fortlaufenden Serie Zenpolychromos emanzipiert sich die Farbe von ihrer gegenständlichen Funktion. Sie wird zu Raum, Atmosphäre und sinnlicher Erfahrung. Transparenz und Verdichtung, Leuchtkraft und Stille treten in einen lebendigen Dialog.

Meine Werke laden dazu ein, Farbe nicht nur zu betrachten, sondern zu erleben – als einen Zustand zwischen Energie und Kontemplation, in dem sich neue Räume der Wahrnehmung öffnen.

Neben meiner abstrakten Malerei entstehen Collagen, die sich mit Fragmentierung, Identität und den visuellen Spuren unserer Gegenwart auseinandersetzen. Im Zusammenspiel von Bruchstücken und neuen Verbindungen entstehen vielschichtige Bildwelten, die vertraute Ordnungen hinterfragen.

Meine künstlerische Überzeugung ist einfach: Kunst verändert nicht nur Räume. Sie verändert, wie wir sie wahrnehmen und wie wir uns in ihnen fühlen.

Tanja Hoffmann · Nürnberg · 2026

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